Fatous Sisters Home – Ein Frauenhaus in Gambia

04. Feb.. 2026 | Aktuelles

Wir vom DMMK fördern den Start eines Frauenhaus in Gambia. Dr Gisal Schneider unterstützt Adama Koita beim Aufbau dieser Einrichtung. Ein kurzer Bericht nimmt uns mit hinein in die Entwicklung:

„Sie ist erst 13 Jahre alt und soll zur Heirat gezwungen werden – ihre Eltern meinen es eigentlich gut, aber das Mädchen ist weggelaufen. Sie möchte zur Schule gehen und nicht den Weg der Kinderehe gehen. Sirra wurde bereits mehrfach vergewaltigt. Sie ist erst 16 und immer wieder ist sie Angriffen in ihrer Community ausgesetzt. Sie braucht einen Ort, an dem sie reden kann, und einen sicheren Zufluchtsort. Zwei Beispiele, die zeigen, warum es in Gambia sichere Orte gerade für junge Frauen brauche. Leider gibt es das nicht und viele der jungen Frauen kämpfen sich alleine durch.
„Ich möchte das ändern“, sagt Adama Koita, die selbst als Waise aufwuchs und weiß, was es bedeutet, als Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft zu leben. „Ich möchte einen Zufluchtsort schaffen, der jungen Frauen Sicherheit bietet, einen Ort, an dem sie reden können, vor Angriffen geschützt sind und an dem wir gemeinsam nach guten Lösungen suchen können.“ Natürlich ist auch viel Aufklärung nötig, insbesondere in Kirchen und Gemeinden. Genau das möchte sie erreichen. Die 33-jährige, die zunächst im SOS-Kinderdorf in Gambia eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin gemacht hat, konnte anschließend ihren Bachelor an einer christlichen Universität in Uganda erwerben und hat dabei ihr Herzensanliegen entdeckt: Sie möchte einen Zufluchtsort schaffen, der junge Frauen in Krisen begleitet und ihnen Zukunft und Perspektive schenkt.
„Ich schöpfe meine Kraft aus dem Glauben, den Gott mir geschenkt hat. Meine Beziehung zu Jesus gibt mir Identität und Stärke. Jetzt möchte ich junge Frauen ermutigen, eine neue Perspektive im Leben zu finden.“
Seit ihrem Universitätsabschluss versuchte Adama, eine Stelle im Sozialwesen in Gambia zu finden. Leider war das nicht möglich. Nun möchte sie den mutigen Schritt wagen und eine Nichtregierungsorganisation (NGO) gründen, die diese Arbeit ermöglicht. Im Vertrauen darauf, dass Gott auch anderen dieses Anliegen ins Herz legt und dass sie dabei Unterstützung erhält, hat sie im September 2025 mit dieser Aufgabe begonnen. Zunächst wird ein Vorstand gebildet, die NGO registriert und ein Team zusammengestellt.
Inzwischen hat sie schon ein Haus gefunden, das für dieses Anliegen in Frage kommt. Es muss renoviert werden, aber der Besitzer scheint willig zu sein, sodass ein Mietvertrag in Aussicht steht. Es ist Anfang, dem viele Schritte folgen werden.
Dr Gisela Schneider, die jahrelang in Gambia als Missionsärztin gearbeitet hat, kennt Adama sehr gut, sie begleitet und unterstützt diese Familie seit 26 Jahren. Sie wird Ende November nach Gambia gehen, um den Aufbau dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen.
Adama sagt: „Gott hat mir diese Aufgabe ans Herz gelegt, und ich vertraue ihm dabei. Meine Gemeinde, die Omega Church in Gambia, möchte mich unterstützen, aber es bedarf der Hilfe vieler weiterer Menschen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.“
Adama Koita verlor ihre Mutter mit 14 Jahren. Ihren Vater kannte sie als Kind nicht. Mit 14 Jahren übernahm sie die Verantwortung für den Haushalt ihrer vier Geschwister und setzte gleichzeitig ihre Ausbildung fort. Die kleine Familie fand schließlich im „House of Wisdom“ unter der Leitung von Pastor Modu Camara ein Zuhause.
Dieses Haus soll ein Hoffnungshaus werden, wo junge Frauen etwas davon spüren, dass sie nicht vergessen sind, sondern Der lebendige Herr ihnen Zukunft und Hoffnung schenken kann. Gelebter Glaube mitten in einem muslimischen Umfeld, als Zeichen von Licht und Hoffnung.
Warum Fatou’s Sisters Home? Fatou ist ein sehr häufiger Frauenname und soll unterstreichen, dass hier jede Frau willkommen ist – egal welcher Herkunft, welches Glaubens oder welcher Ethnie sie angehört – ein Zuhause, wo man zur Ruhe kommen kann und neue Perspektiven gewinnt.
Wir danken dem DMMK für die tolle Unterstützung, die wir dafür nützen werden, das Haus zu renovieren und vorzubereiten, sodass es wirklich ein „Home“ wird.“

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