Seemannsmission

Hallo, wir sind Anna und René Reifel.files/dmmk/Mediathek/Rotterdam_Anna und Rene.jpg

Ich (Anna) komme aus Grombach und habe die Mennoniten Gemeinde Hasselbach besucht und in ihr mitgearbeitet. Nach meiner Ausbildung zur Erzieherin war ich ein Jahr auf der Bibelschule Bienenberg und noch ein Jahr in den USA (mit CD), um Menschen mit Einschränkungen zu helfen. René stammt aus Zeiskam. Dort war er in einer freien Gemeinde in Freimersheim/Pfalz. René hat zuerst eine Ausbildung zum Straßenwärter absolviert und nach 3 Jahren Arbeit auf der Autobahn die Bibelschule Brake besucht. Bevor er Missionar wurde, war er noch ein halbes Jahr in Manchester in einer Gemeinde aktiv.

DMMK: Wie habt ihr den Ruf Gottes in die Mission erfahren?

Ich (René) war schon von Kind auf von Missionaren begeistert und habe oft Missionsvorträge in meiner Gemeinde besucht. Nach meiner Ausbildung habe ich Gott öfter gefragt, was er mit meinem Leben vorhat. Ich hatte keine Lust auf eine Weiterbildung oder Umschulung. Nur Bibelschule war immer als Option offen. Durch eine Predigt über Gideon und seine 300 ist mir klar geworden, dass Gott mich introvertiert-schüchternen Menschen gebrauchen kann, weil es nicht darauf ankommt, was ich kann, sondern, dass ich gehe, weil Gott schon alles vorbereitet. Nach einem Gottesdienst, in dem der Wunsch geäußert wurde, dass mal wieder jemand zur Bibelschule gehen sollte, war es für mich klar. Bei mir (Anna) war der Ruf nicht ganz so klar. Mir war schon immer wichtig, dass Menschen Jesus kennenlernen und ihm nachfolgen. In der Schule und in den letzten Jahren dann im Kindergarten, als Erzieherin, konnte ich meinen Glauben weitergeben. Das Jahr auf dem Bienenberg und in den USA (mit Christliche Dienste) haben mir dafür eine gute Basis gegeben. Ich habe Gott intensiv gefragt, was er mit meinem Leben vor hat, aber erst als ich René kennengelernt habe, habe ich darüber nachgedacht mit ihm in die Mission zu gehen. Nach viel Gebet und auch ein bisschen Kampf bin ich zu einer Entscheidung gekommen, nicht nur für René, sondern auch dafür, dass Gott mich auch im Ausland gebrauchen kann und möchte. Seither hat sich die Entscheidung weiter bestätigt.

DMMK: Was hat euch dazu bewegt dem Ruf in die Mission zu folgen?

Hm, ganz einfach. Gehorsam. Wenn Gott denkt, er kann mich da gebrauchen, dann gehe ich. Er hat ja versprochen, uns mit dem zu versorgen, was wir für die Aufgabe brauchen. Und bis jetzt ;-) ist er, wie immer TREU.

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DMMK: Was begeistert euch an der (Seemanns-)Mission?

Man trifft so viele Menschen aus anderen Kulturen und Religionen und muss dazu nicht mal in die verschiedenen Länder reisen. Wir können selbst mit Menschen über das Evangelium reden, in dessen Länder kein offizieller Missionar einen Fuß setzen darf. Was uns am meisten begeistert, ist aber, dass wir auch echte Christen treffen, die wir ermutigen können, sie in der Jüngerschaft anleiten dürfen und sehen, wie sie Bibellesegruppen oder Gemeinden auf Schiffen gründen. Und das alles unter dem vergessenen Volk der Seeleute.

DMMK: Wie sieht ein Alltag als Seemannsmissionar aus?

Als erstes wählt man sich die zu besuchenden Schiffe online auf einer speziellen Website aus. Die Schiffe kommen je nach Vertrag und Route jeden 2. Tag bis nur ein einziges Mal in den Hafen. Somit haben wir entweder schon Kontakte auf dem Schiff oder wir treffen nur Fremde. Der Hafen ist unterteilt in verschiedene Terminals, bei denen eine Bestätigung vorliegen muss, dass wir für das entsprechende Schiff angemeldet sind. Dann geht’s mit Helm, Warnweste und Sicherheitsschuhen zum Frachter. Wenn an der Gangway das OK vom Wachhabenden gegeben wird, sind wir meistens bald im Mannschaftsraum und warten auf die Jungs (Wobei ab und zu auch eine Frau darunter ist). Dann versuchen wir mit ihnen ins Gespräch zu kommen, um von unserer Hoffnung Zeugnis zu geben, die wir in Jesus haben und laden sie ein, für sich darüber nachzudenken. Ist ein Christ an Bord, dann hat der natürlich Priorität, weil er mehr mit seinem Leben bewirken kann, als wir, die wir nur höchstens einen halben Tag auf so einem Kutter sein können. Deswegen wollen wir auch gezielt Christen auf den Schiffen ermutigen und fördern.

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DMMK: Was sind eure Erwartung oder eure Vision für den Dienst?

Wir wollen sehen, dass noch mehr Seeleute den rettenden Glauben an Jesus entdecken und die Weltmeere von „churches on the oceans“ „Kirchen auf den Ozeanen“ wimmeln. 

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