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Junge Wilde !? Aus vielen arabischen Ländern der Erde hört man dieser Tage Nachrichten über junge Menschen, die auf den Straßen ihrer Städte laut stark verkünden, was ihnen auf den Herzen brennt. Anfängliche Gesprächsgruppen wurden zur Revolution und nicht wenige sprechen von positiven Veränderungen eines gesamten Erdteils. Wenn Christus in Matthäus 10,7 spricht: „Geht und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe gekommen.“, warum bleiben wir jungen Christen dennoch oft verschwiegen wenn es um das Evangelium geht, welches allein Menschen errettet? Für den allmächtigen Gott ist doch nichts unmöglich … Die 2,5 Jahre meines Missionseinsatzes mit DIGUNA in Kenia, Ostafrika, waren für mich eine sehr lehrreiche Zeit, die als FSJ begann und sich zum Segen für mein Leben entwickelte. In der Vorbereitung saß ich oft mit anderen jungen Menschen zusammen, die ihre Ausreise mit der Motivation „ein Jahr für Gott“ machen zu wollen begründeten. In meinen Gedanken zu meiner eigenen Motivation wurde mir bewusst, dass die Entscheidung zum Leben mit Jesus Christus eine Lebenslängliche ist und ich motiviert war, mich von Gott mit meinen Gaben und Fähigkeiten in einem neuen Umfeld zum Wohle anderer Menschen und seiner Ehre gebrauchen zu lassen. Missionsarbeit kann ganz unterschiedlich aussehen, aber gewiss ist sie immer eine Zeit, in der Gott Veränderung zuerst in uns bewirken wird … Ein paar Eindrücke eines ganz „normalen“ Tages … 6:00 – der Wecker klingelt. Wach geworden war ich allerdings vom Handy meines kenianischen Teamkollegen, mit dem ich mein kleines Zimmer teile, das die monotone Musik seines Radios, welches die ganze Nacht lief, unterbrochen hatte. Auf dem Weg ins Bad wird sich vor den Zimmer bereits lautstark in einer mir fremden Sprache unterhalten, so dass die Ruhe endgültig vorüber ist. Im Bad warten noch sechs weitere verschlafene Jungs auf mich. Offensichtlich schon vor dem Frühstück die ersten Lehrstunden in Sachen Sozialkompetenz: Geduld und Konfliktfähigkeit. 7:30 – Gemeinsame Andacht nach der eigenen Stillen Zeit und dem Frühstück. Unser Team aus Kenianern, Deutschen und Nordamerikanern singt, betet und hört gemeinsam auf Gotteswort – alles auf Englisch. Für viele Neuen oft eine Überwindung: Der alltägliche Gebrauch einer fremden Sprache. 8:15 – Arbeitsbeginn in der Tischlerei mit einem gemeinsamen Gebet nach den Absprachen für den jeweiligen Tag. Als Leiter der Tischlerei bin ich automatisch, wie auch an vielen anderen Stellen, als Christ ein Vorbild. Mein Umgang mit anderen Menschen, meine Art Konflikte zu bewältigen, meine Wortwahl – Die Menschen wissen darum, dass ich an Sonntagen von einer guten Botschaft predige und wollen sehen, ob ich selbst das auch lebe. Bis 17:30 – Zum Mittagessen gibt es mal wieder „Umena“, kleine Fische, die dich noch anschauen. Außerdem waren unangekündigte Besucher da, so dass meine Portion sehr spärlich ausfällt. Nachmittags habe ich Gespräche mit Nachbarn, die wieder einmal um Hilfe beim Bau eines Sarges und einiger Möbel bitten – unentgeltlich versteht sich. Die Unterschiede der Kultur bringen mich oft zum Nachdenken. Leben in Deutschland heißt oft auch Individualismus und „Ich zu erst“. Aber wie kann ich nachhaltig helfen ohne Handwerkern vor Ort das Geschäft zu zerstören? Was heißt Gemeinschaft? Mission hieß für mich: All diese Herausforderungen anzunehmen, meine Hoffnung durch Jesus Christus voller Freude mit anderen zu teilen und mich in allen Lebensbereichen von seinem Geist leiten zu lassen. Dieser „junge Wilde“ hat eine „Revolution“ in mir selbst entfacht und verändert mich, so dass er mich gebrauchen kann. Und was ist mir dir? Jan Ladewig Einer der auszog um ein „Königskind“ zu werden! in Kenia „Wer dieses Kind aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf, und wer mich aufnehmen wird, nimmt den auf, der mich gesandt hat; denn wer der Kleinste ist unter euch allen, der ist groß.“ Lukas 9,48 Dieser Eine, dass bin ich: Jan Ladewig, 23 Jahre alt, als zweites von vier Kindern in Neumünster geboren, Tischlergeselle mit Abitur, ein Lachen im Gesicht, ein kreativer Teammensch, entschiedener Christ, ev.-luth. geprägt, ein singender Gitarrist, ……. Und die Geschichte geht in etwa so: Strahlende Kinderaugen und laut schallendes Lachen – so könnte ich meine ersten Eindrücke von den Kindern des „Royal Toto´s Children´s Home“ in Ngechek, Kenia beschreiben. Es war ein ermutigender erster Eindruck, der mir Kraft und Motivation geschenkt hat, für die knapp elf Monate, die ich vom September 2008 bis August 2009 auf der Missionsstation der deutschen Organisation DIGUNA e.V. im Osten Afrikas als FSJ verbracht habe. In dieser Zeit habe ich nicht nur die Möglichkeit gehabt, meine Fertigkeiten als Tischler in Gottes Dienst zu stellen, sondern durfte auch erfahren, wie Gott mich als Christ an dieser Stelle gebrauchte, durch das Verkündigen seiner Botschaft und das Zeugnis sein; ein Zeugnis seiner Liebe zu den Menschen. In der Tischlerei bei der Herstellung neuer Möbel für das Kinderheim, auf der Baustelle beim Errichten eines neuen Dachstuhls, beim Gitarrenunterricht mit den Kindern oder auch durch Predigten in Gemeinden und während Schulveranstaltungen – Ich durfte ein Teil der Arbeit sein, die Gott dort vor knapp 10 Jahren begonnen hat. Diese Erfahrungen haben mein Herz bewegt und so wie Jesaja sich Gott anbot und sagte: „Hier bin ich, Herr. Sende mich!“, so möchte auch ich zu einem erneuten Einsatz ab März 2010 ausreisen. Ich freue mich darauf, den AIDS Waisen unseres Kinderheims ein zu Hause anbieten zu können, sie gerade als Christ auf ihrem Lebensweg zu begleiten, ihnen Vorbild zu sein und ihnen neue Hoffnung schenken zu können. Menschen mit AIDS werden in Kenia oft gesellschaftlich ausgegrenzt und nicht selten auch aus Familienkreisen heraus gedrängt. Gerade Kinder sind, durch den Tod ihrer häufig ebenfalls erkrankten Eltern, hoffnungslos auf sich allein gestellt. Auch im Umgang mit unseren kenianischen Mitarbeitern vor Ort, habe ich eine gute Zeit erlebt. Mein eigenes Christsein regte zum Nachdenken an und mein Fachwissen konnte teilweise zur nachhaltigeren Selbsthilfe beitragen. Ich freue mich auf die Mitarbeit als Missionshelfer in diesem Projekt, als Leiter der Tischlerei und Mitarbeiter im Kinderheim. Ich bin dankbar für alle Unterstützung und wünsche euch Gottes Segen für diesen Dienst. Viele Grüße Jan E-Mail: jan(punkt)ladewig(at)gmx(punkt)de
“Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.” (Röm.5,8) Bericht von einem Missionspraktika am MIS-Krankenhaus in Thies/Senegal: Eindrucksvolle Wochen im Senegal Vom 20. Februar bis 02. April 2011 sind mein Mann Gerardo und ich in den Sénégal gereist. Schon einige Zeit vorher hatten wir den Wunsch unsere gewohnte Umgebung für einige Zeit zu verlassen, um Gott und anderen Menschen zu dienen. Ich befinde mich momentan im fünften Jahr meines Medizinstudiums. Deshalb wollte ich auch gerne in einem Krankenhaus dienen. Mein Mann Gerardo wollte gerne durch praktische, handwerkliche Arbeit ein Segen sein. So sind wir Ende Februar nach Thiès in den Sénégal gereist. Hier ein Erlebnis aus meiner Arbeit in Thies: Neben all den vielen Dingen, die wir erlebt haben, möchte ich euch ein für mich sehr besonderes und ermutigendes Erlebnis erzählen. Eines Tages, während meines Dienstes, stellte sich eine junge Patientin im Krankenhaus vor. Sie hatte neurologische Beschwerden. Mein mich betreuender Arzt und ich haben sie untersucht, aber wir waren ziemlich ratlos, wie wir ihr helfen könnten. Wir haben sie dann gebeten einige diagnostische Untersuchungen machen zu lassen und dann wieder zu kommen. Einige Tage später kam die Patientin wieder und sie brachte eine ganze Tüte voller Ergebnisse von Untersuchungen, die sie in den letzten sieben Jahren hat machen lassen, mit. Nachdem wir die Unterlagen gesichtet hatten und feststellten, dass eigentlich alle Untersuchungsergebnisse normal waren, wurde uns klar, dass wir ihr auch nicht helfen konnten. Der andere Arzt hat es ihr erklärt und ihr vorgeschlagen für sie zu beten, weil doch Gott der Arzt aller Ärzte ist und er Heilung schenken kann - auch wenn es aus medizinischer Sicht aussichtslos erscheint. Wir haben dann für die junge Frau gebetet und Jesus in ihr Leben eingeladen. Die Patientin wirkte danach nicht mehr so traurig und hoffnungslos und man hatte das Gefühl, dass sie, obwohl sie von ihrer Krankheit noch nicht geheilt war, ein Stück inneren Frieden gefunden hatte. Dies hat mir bewusst gemacht, dass es am Ende nicht in unserer Hand liegt, sondern in der Hand Gottes. Ich will versuchen meine Patienten später nicht nur nach medizinischen Kenntnissen zu behandeln, sondern sie dem Herrn anzuvertrauen. Ich glaube, dass ist die beste Medizin, die es gibt. Nun sind wir schon einige Zeit wieder in Hamburg. Der Alltag hat uns wieder voll eingeholt. Da wir nur 6 Wochen in Thiès waren, hatten wir eigentlich keine großen Schwierigkeiten uns wieder einzuleben. Wir vermissen die Ruhe Afrikas. Hier haben wir doch viele Verpflichtungen., die auch unsere Beziehung zu Gott beeinflussen, weil wir einfach weniger Zeit für Ihn haben. Wir sind dankbar dafür, dass wir den Herrn in einer anderen Umgebung neu erfahren durften und dass er uns auf unserer Reise, in allen Schwierigkeiten und vor allen Krankheiten (vor denen ich doch etwas Angst hatte, weil ich so genau darüber Bescheid wusste) bewahrt hat. Marie Thérèse und Gerardo Acuña Jara - Mai 2011 |