„Weltweit haben mehr als 1,000,000,000 Menschen keinen Zugang zu aufbereitetem Trinkwasser.“  - Kofi Annan Jesus rief: „Wer Durst hat, soll zu mir kommen und trinken! Wenn jemand an mich glaubt … werden aus seinem Inneren Ströme von lebendigem Wasser fließen.“ - aus Johannes 7 In einer anderen Welt Endlich, nach langer Vorbereitungszeit in Deutschland und den USA, ist es im September 2010 so weit. Phil & Maria reisen aus nach Asien. Inzwischen ist schon wieder ein halbes Jahr vergangen und die Beiden haben viel erlebt: „Wir wussten, uns wird eine zweimonatige Zeit in lokalen Gastfamilien bevorstehen, worauf wir uns sehr gefreut hatten. Umso mehr waren wir enttäuscht und etwas verängstigt, dass wir gleich am zweiten Tag eine Begegnung mit den Behörden erlebten, die nicht wollten, dass wir in diesem Dorf bleiben und wir dann, anstatt bei der Gastfamilie übernachten zu können, immer zwischen einer Herberge und dem Dorf hin- und herpendeln mussten. Wegen diesem Vorfall blieben wir nur 2 Wochen, anstatt 4 in der ersten Gastfamilie. Es war jedoch eine sehr wertvolle Zeit. Wir fanden uns wirklich in der Situation wieder, wo kein Mensch uns versteht und wir keinen Menschen verstehen. Das hat uns dazu herausgefordert uns gleich für die Menschen, Kultur und Sprache zu öffnen. Es hat sich gelohnt. Wir haben so viel über die Kultur und das Familienleben und auch über die Sprache gelernt.“ Danach verbrachten sie 6 Wochen in einer Gastfamilie in der Stadt, wo sie wie die eigenen Kinder aufgenommen wurden. Durch den Tod des Großvaters haben sie sogar eine Woche an intensiven buddhistischen Zeremonien einer Beerdigung/Kremation miterlebt. Das hat ihre Kenntnisse der Kultur erheblich erweitert. Als sie dann schließlich im Dezember ein Haus gefunden und eingerichtet hatten, fiel ihnen der Abschied von der lokalen Familie sehr schwer. Dafür lernten sie nun die Firma für Wasserfilter näher kennen und intensivierten ihr Sprachstudium. Durch einen schweren Motorradunfall der Buchhalterin konnte die 50/50 Aufteilung zwischen Sprachunterricht und Firmenarbeit nicht eingehalten werden, da diese Lücke dort gefüllt werden musste. So durften sie sich früher und mehr als geplant in der Firma betätigen. Anders als in Deutschland läuft es eben auch hier meist nicht wie geplant, deswegen ist es wirklich wichtig flexibel zu sein. So stellten sie vor Ort fest, dass die Aufgabenbereiche, die sie sich vorgestellt hatten, noch gar nicht existieren bzw. noch weit in der Zukunft liegen. So hieß es erst mal, sich auf die realen Bedürfnisse einzustellen und diese anzupacken. Phil fing also anstatt im Marketing zu arbeiten mit dem Erneuern der Webseite an und Maria begann ihr Training im Labor und in der Qualitätsprüfung. Momentan werden die für sie geplanten Aufgabenbereiche von dem Businesspartner in einer anderen Provinz erledigt und hier im Süden werden die Filter gerade nur produziert, was genug Arbeit ist. Die Filter werden dann zu dem Geschäftspartner versandt und von dort aus zu den Kunden. Alles hat eben seine Zeit. Es ist schon eine große Herausforderung für die Minnichs:. Erst der Abschied von zuhause, die neue Kultur, das langsame Leben in den Gastfamilien, dann das schnelle Leben bei der Arbeit, wo so viel zu tun ist, dann ganz neue Jobs, in denen sie keine Erfahrung haben - und dies alles in einem fremden Land mit einer fremden Sprache. Trotzdem konnte in 6 Monaten viel entstehen: intensive Beziehungen zu Familien und Mitarbeitern, Fortschritte in der Sprache und dadurch auch wirklich Möglichkeiten Neues zu vermitteln, bewusst einen guten Umgangston miteinander zu setzen, etc.. Gerade dadurch, dass es in diesem Land keine Freiheit gibt über bestimmte Dinge offen zu sprechen, ist ihnen der Satz „Verkündige das Evangelium zu jeder Zeit und, wenn notwendig, verwende Worte“ immer klarer geworden. Was für eine Herausforderung in Bezug auf christliches Verhalten gegenüber den Menschen vor Ort! Phil & Maria wünschen sich jetzt, dass wieder etwas mehr Rhythmus und Regelmäßigkeit in ihr Leben einkehren kann. Mehr Zeit, Energie und Kraft zu haben, bedeutet auch, daß sie sich weiter entwickeln können. Dass sie nochmal einen Gastfamilienaufenthalt machen können, wenn die Teamleiter aus USA ab Mitte Juli wieder da sein werden. Und auch das sie ihr Sprachstudium weiterführen können, denn die Sprache ist die Tür zu den Menschen vor Ort. Diese Chance wollen sie nutzen. Sie können aber auch viel lernen über die reiche Kultur dort. Es geschieht so viel in Gemeinschaft, Menschen teilen alles miteinander, sind für einander da etc. Es ist ein Privileg, so etwas durch die Gastfamilien und Nachbarn immer wieder mitzuerleben. Maria & Phil, weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei eurer wichtigen Arbeit! Kontaktadresse: Aus Sensibilitätsgründen bitte bei der DMMK Geschäftsstelle unsere Kontaktdaten erfragen.
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