Der Nächste Schritt

Warum sind wir eigentlich in Toronto? Als Missionare sollen und wollen wir möglichst tief in die fremde Kultur eintauchen, um so effektiv wie möglich sein zu können. Erfahrungsgemäß ist der Prozess des Eintauchens in eine files/dmmk/Mediathek/P1130357.JPGfremde Kultur mit großen Herausforderungen verbunden, die eine gute und praktisch orientierte Vorbereitung notwendig machen. Deshalb hat die Liebenzeller Mission ein ca. 8-monatiges Trainingsprogramm entwickelt, dass uns optimal vorbereiten soll. Daran nehmen wir teil und deshalb sind wir bis Mai 2017 in Toronto. Einmal pro Woche haben wir interkulturelles Lernen auf dem Programm. Hier werden von ehemaligen Missionaren theoretische Grundlagen gelegt, die uns für fremde Kulturen sensibilisieren und uns helfen unsere Erfahrungen besser einzuordnen.

Darüber hinaus dürfen wir fest in einer philippinischen Gemeinde mitarbeiten und uns dort mit unseren Gaben einbringen. Auch wenn die Philippinen bekanntlich nicht in Afrika liegen, können wir hier doch eine andere, uns fremde Kultur kennenlernen und lernen wie das so ist, wenn man Menschen, Kultur und teilweise auch Sprache (Tagalug) nicht verstehen kann. Manches fällt einem leicht (der Gottesdienst beginnt meist 15 bis 20 Minuten später - Filipino Zeit eben!), anderes ist gewöhnungsbedürftig, denn es landen schon auch mal Oktopusse oder anderes  nicht identifizierbares Meeresgetier auf dem Teller (Filipinos lieben Meeresfrüchte). Wir fühlen uns aber wohl in der Gemeinde, spüren die Verbundenheit durch Jesus Christus und genießen die herzliche Gastfreundschaft der Filipinos.

Zum Beispiel gibt es jeden Sonntag gemeinsames Mittagessen nach dem Gottesdienst. Danach geht man dann gemeinsam einen Kaffee trinken und zum Abendessen geht man zu einer Familie nach Hause. So verbringen die files/dmmk/Mediathek/P1140132.JPGFilipinos fast jeden Sonntag  zusammen und empfinden das nicht als Stress, sondern sie genießen es! In diese enge Gemeinschaft wurden wir recht schnell mit hinein genommen. Wurden sogar auf eine Silberhochzeit eingeladen, die noch einmal mit allen Festlichkeiten in der Kirche zelebriert wurde. Dadurch konnten wir jetzt schon gute Kontakte knüpfen, wofür wir sehr dankbar sind. Bei den Jugendlichen Filipinos, die meist in Kanada aufgewachsen sind, erleben wir aber auch viele ähnliche Verhaltensmuster, die uns aus Deutschland vertraut sind.

Not und Elend sind in Toronto nie weit weg, und das ist für uns auch eine Herausforderung, denn es gibt so viele Obdachlose und notleidende Menschen. Oft kommen wir uns einfach nur hilflos vor. Toll ist es allerdings, dass viele Kirchen hier Hilfe anbieten. Auch unsere Gemeinde bietet eine Art Suppenküche mit Bibelgespräch an. Dieser Dienst ist sehr wertvoll und für uns auch Neuland! 

Wir sind sehr dankbar für die Erfahrungen, die wir hier machen dürfen.

Herzliche Grüße, Katja und Matthias

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