Gemeindegründung am Start

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Gottes Gegenwart geschenkt: Das Erleben der Emmaus Geschichte

Immer wieder fasziniert mich die Emmaus Geschichte. Sie fasziniert mich aus zwei verschiedenen Beweggründen. Zum ersten gibt sie mir Vision für unseren Dienst in der Gemeindegründung und zum zweiten, Hoffnung, dass Jesus gerade in einer nachchristlichen Zeit mit uns unterwegs und gegenwärtig ist.

Die Emmaus Geschichte gibt Vision

Die Emmaus Jünger sind aufgebracht und im Gespräch über alles Schwere, Unverstehbare, was sie gerade erleben mussten. Sie haben Leid und Trauma erfahren und es ist genau dort, dass inmitten ihrer Unterhaltung ihnen Jesus begegnet, der mit ihnen den Weg teilt. Jesus nimmt sich ihrer an. Die Jünger, auch wenn sie nicht alles gleich verstehen, was ihr Gegenüber nach langem Zuhören zu erzählen hat, begegnen in diesem Moment dem Auferstandenen. Es gibt Augenblicke, in denen sie Jesus erkennen können, gerade indem, dass er das Brot mit ihnen teilt: Jesus versorgt sie, er ist gegenwärtig.

Die Emmaus Geschichte hat uns seit Anfang an Vision für die Gemeindegründung in Mannheim gegeben. Wir wollen mit Menschen unterwegs sein und immer wieder erwarten und erfahren, dass Jesus mit uns ist. Er geht mit uns. Er hört uns zu. Jesus nimmt sich unserer an, ob in Angst, Trauma, Sorgen oder Zukunftsfragen. Jesus bricht das Brot mit uns und gibt uns das Brot des Lebens. Dies durften wir bereits erleben.

In unserer Nachbarschaft habe ich eine alleinerziehende Mutter kennengelernt, die aus Rumänien kommt. Unterwegs auf vielen Spaziergängen, durften wir im Gespräch erleben, dass Jesus mit uns geht. Maria hat viel Schweres in ihrem Leben erfahren müssen, Trauma und Leid, Schmerz und Angst. Viele Mahlzeiten haben wir bereits miteinander geteilt und erfahren dürfen, Jesus versorgt uns und gibt uns das Brot des Lebens. Neulich haben wir Maria geholfen umzuziehen und ihr Zuhause ist jetzt der Ort, wo wir unseren ersten Hauskreis beginnen konnten. Die Emmaus Geschichte legte Gott mir aufs Herz, als wir nach Mannheim gezogen sind, heute gibt sie mir weiterhin Vision und lässt mich erkennen, dass und wie Gott in unserem Umfeld am Werk ist.

files/dmmk/Mediathek/Mannheim_Sunset.JPGDie Emmaus Geschichte gibt Hoffnung

Über die lokale Vision für Gemeindegründung gibt mir die Emmaus Geschichte Hoffnung für eine nachchristliche Zeit. Es ist erstaunlich, dass die Emmaus Jünger Jesus kannten – ihn sogar erlebt hatten und dennoch zweifeln und die momentane Lage nicht fassen können. Sie befinden sich in der Phase nach der Kreuzigung, sie haben akutes Trauma erlebt. Sie müssen es sichtlich verarbeiten und sich damit auseinandersetzen und gerade da ist es, wo Jesus ihnen begegnet.

Begegnet uns Jesus auch in Deutschland? In einer nachchristlichen Zeit gibt es viele, die von Jesus wussten, die ihn vielleicht sogar erlebt haben und sind dennoch unterwegs voller Zweifel und Fragen. Könnte man sagen, dass Kirche in Deutschland ein Trauma erlebt hat? Die Zukunft ist ungewiss, viele Zukunftsfragen stehen offen, hier sehe ich manche Parallele zur Emmaus Geschichte. Die Geschichte bezeugt, dass genau in solch einer Zeit Jesus mit uns unterwegs ist, sich unserer annimmt, uns zuhört, mit uns das Brot bricht und uns versorgt. Ich behaupte, dass Jesus in unserer Zeit auf besondere Weise mit uns unterwegs ist. Möge Jesus unsere Augen öffnen, für seine besondere Gegenwart, die ER uns schenkt; für die Vision, mit IHM unterwegs zu sein und für die Hoffnung, die ER spendet.

Rebekka & Dave Stutzman gründen eine Gemeinde in Mannheim. Wie die Emmausjünger sind sie in der Nachbarschaft unterwegs und lassen sich von Gott gebrauchen.

 

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